Montag, 30. Januar 2017

Eine schmerzhafte Begegnung

Jeder der einen Hund hat kennt ihn, den Ärger mit uneinsichtigen Hundehaltern. Wir haben kürzlich ein besonders ätzendes Exemplar getroffen. Und für mich ist die Sache ziemlich schmerzhaft ausgegangen.


Meistens bin ich mit Cosmo schon morgens vor der Arbeit im Wald unterwegs. Dort treffen wir manchmal Rehe, manchmal niemanden und manchmal die, die wir morgens immer treffen. Das ist sehr angenehm. Man kennts sich, die Hunde kennen sich, man weiß woran man ist.

Nachmittags verlasse ich mit Cosmo oft unsere "hood". Wir erkunden andere Teile des Waldes und treffen neue Menschen und neue Hunde oder wir streifen mit Leine zwischen den Häuserblock herum, gehen zum Supermarkt oder zur Post. Ich mag auch diese Spaziergänge. Ist Cosmo an der Leine, muss ich nicht immer ganz so vorausschauend sein, kann auch mal ein bisschen über den vergangenen Arbeitstag nachdenken, genieße es Cosmo nah bei mir zu haben und freue mich über seine vorbildliche Leinenführigkeit.

Letzte Woche hatte es mit dieser Leichigkeit dann leider ein jähes Ende. Wenn sich nicht jeder an gewisse Spielregeln hält, ist halt auch nichts mehr sicher.

In wollte nach der Arbeit mit Cosmo in den Supermarkt. Nur schnell ein paar Teile für das Arbeitessen einkaufen, denn ich lasse ihn nur ungern länger vor dem Geschäft alleine warten.

Normalerweise ist bei Gassirunden eine kleine Spritzflasche immer mein Begleiter. Für den Notfall, zur Abwehr unverträglicher Hunde. Man weiß ja nie.

Dieses Mal hatte ich außnahmsweise nicht meine Gassitasche dabei, sondern meinen Rucksack. Schließlich wollte ich einkaufen und wo soll mir auf dem Weg an der Straße lang schon ein ungangeleinter Hund entgegen kommen.

Unser Weg führte uns durch einen kleinen Park. Schon von weitem sah ich einen unangeleinten ftemden Hund, der uns interessiert beobachtete. Der Hund kam auf uns zugelaufen. Da ich ihn nicht kannte und Cosmo an der Leine war, in diesem Park herrscht Leinenpflicht, ging ich zügig weiter. Uns war nicht nach Begegnungn mit fremden Hunden, zumal die Besitzerin rund 50 Meter entfernt war.

Wir verließen also den Park und setzten unseren Weg fort. Leider hatten das Hund-Frauchen-Gespann den gleichen Weg. Mittlerweile waren wir an einer der stärkst befahrenen Hauptstraßen unserer Stadt. Der fremde Hund lief immer noch ohne Leine! locker 10 Meter vor seiner Besitzerin. Auch Cosmo wurde zusehenst nervöser und schaute sich dauernd um. Also bog ich in eine kleine Einfhahrt ab um die beiden vorbei zu lassen, als plötzlicher der fremde Hund mutterseelenallein vor uns stand. Ich stellte mich vor Cosmo und versuchte ihn mit lauter Stimme und deutlicher Körpersprache wegzuschicken. Leider ohne Erfolg.

Es kam wie es kommen musste. Die Hunde fingen an sich anzugeifern und das immer heftiger. Von Frauchen immer noch nichts zu sehen. Wieder versuchte ich mich dazwischen zu stellen-ohne Erfolg. Der Hund wurde immer unfreundlicher. lauter und distanzloser. Bei dem Versuch, den Hund am Halsband zu packen, biss er mich dann schließlich in den Finger.



Irgendwann bog dann auch mal die Besitzerin um die Ecke. Das ich blutete wie Sau kommentierte sie damit, dass man schließlich in der ersten Stunde in der Hundeschule lernen würde, dass man nicht dazwischen geht, wenn sich zwei Hunde streiten und natürlich hat mein Hund angefangen. Woher sie das wissen will, ist mir allerdings schleierhaft, schließlich war sie ja leider nicht da. Dass sich auch ihr Hund an die ortsübliche Leinenpflicht zu halten hat, kommentierte sie mit einem "Mein Hund läuft immer ohne Leine." Ob sie nicht weiß, dass man seinen eigenen Hund nicht zu angeleinten Hunden laufen lässt, habe ich erst gar nicht gefragt. Ihren Namen wollte sie mir natürlich auch nicht nennen.

Zum Glück kam eine Gtruppe Jugendlicher, die mich mit Taschentüchern versorgen konnten. Ich blutete wirklich stark.  Mein Sohn musste mich ins Krankenhaus fahren.

Das Ende vom Lied:
Ein Abend in der Notaufnahme.
Zweimal genäht und eine Tetanusimpfung (kann ja nicht schaden).
Eine Woche krank geschrieben.
Der Hund läuft immer noch unangeleint durch die Gegend,
Die Erkenntnis, das ich ohne Spritzflasche zu keinem Spaziergang mehr aufbreche.
Als Hundehalter muss man sich mit Menschen auseinandersetzen, mit denen man sonst NICHTS gemeinsam hat.
Ich würde meinen Hund immer wieder retten.

Cosmo findet den blauen "Stinkefinger" sehr interessant.
Meine größte Sorge ist natürlich die, das Cosmo diese ätzende Begegnung nicht zum Anlass nimmt, sich bei mir nicht mehr sicher zu fühlen. Auf jeden Fall hat er nichts abbekommen. Ich hoffe er verbucht diese Begegnung unter der Sorte "spannendes Erlebnis" und "Frauchen kann auch laut werden". Schließlich soll er sich um nichts kümmern müssen. Und auch ich möchte diese unerfreuliche Begegnung so schnell wie möglich vergessen, denn Angst ist ein schlechter Begleiter! 

 (Bitte entschuldigt die Tippfehler, es ist gerade einbisschen umständlich :-))





1 Kommentar:

  1. Ja, das kennen wir leider auch. Dazu kommt, dass unser Hund nicht besonders groß ist, will heißen, eher ziemlich klein, daher ..... Das mit der Spritz-Wasserflasche habe ich noch nicht gehört. Wir haben immer ein Pfefferspray in der Jackentasche und es LEIDER bereits drei Mal einsetzen müssen - genau aus o.a. Gründen. Einmal hat so ein uneinsichtiger Großhund-Besitzer sogar die Polizei angerufen, weil er glaubte, trotz allem im Recht zu sein. Zum Glück war die Polizei da ebenfalls ganz anderer Meinung und hat von sich aus gegen den Hundebesitzer Anzeige erstattet. Der musste dann mit seinem Hund eine Prüfung ablegen. ABER, was hilft das alles, wenn dein Hund bei so etwas sein Leben lassen muss????? Zum Glück ist das bei uns immer relativ glimpflich abgelaufen, also Jacke kaputt und solche "Kleinigkeiten", trotzdem ......
    Wünsche Euch, dass alles wieder gut wird und die Angelegenheit im Nebel verschwindet.
    Viele Grüße, ZamJu

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